Mumbai, Maah Vad Amas, 1947
Die Wahrheit ist nicht etwas, das weit entfernt ist, sondern etwas, das weit entfernt erscheint, und genau darin liegt die Illusion.
Die Wahrheit, was immer sie auch sein mag, ist allein die Wahrheit; sie ist einfach, leicht zu begreifen und überall erreichbar. Doch wie kann jemand, der in Täuschung gehüllt ist, sie erlangen? Wie viele Kategorien der Dunkelheit man auch erfinden mag, keine von ihnen wird vom Wesen des Lichts sein. Ebenso wenig kann die Vorstellungskraft eines von Unwissenheit verhüllten Menschen als Wahrheit gelten, geschweige denn ihr nahekommen. Die Wahrheit ist keine Illusion, sie ist absolut getrennt von ihr; sie liegt jenseits der Vorstellungskraft. Wer also fest entschlossen ist, sie zu erlangen, muss zunächst mit fester Überzeugung feststellen, dass er nichts weiß, und sich dann, um die Wahrheit zu erlangen, dem Erleuchteten ergeben; dann wird der Weg gewiss gefunden werden.
Diese geschriebenen Worte sind wie ein erhabener Begleiter, ein ultimativer Beschützer für alle Suchenden. Richtig erwogen, vermögen sie den höchsten Zustand zu verleihen. In ihnen liegen die zwölf Lehrsätze derer, die frei von jeglicher Unwissenheit sind, die Essenz der sechs philosophischen Schulen und der Ursprung der Lehre des Erleuchteten. Daher erinnere dich immer wieder an sie, sinne über sie nach, begreife sie, bemühe dich, sie zu verstehen. Bleibe allem, was dich daran hindert, gleichgültig; nur darin löse deine Neigung auf. Dies ist mein Mantra, das ich dir und jedem anderen Suchenden im Verborgenen anvertraut habe. Hierin ist allein die Wahrheit ausgesprochen; nimm dir viel Zeit, sie zu verstehen.









